DSDS

Der technische Fortschritt lässt sich nicht aufhalten und das interaktive Zeitalter macht auch vor dem Fernsehen keinen Halt. Besonders in den immer beliebter werdenden Casting-Shows wird das deutlich. Bei Publikumsmagneten wie DSDS oder GNTM entscheidet nicht nur eine Jury vor Ort darüber welche Kandidaten eine Runde weiterkommen, sondern auch die Zuschauer zu Hause auf dem Sofa sind gefragt. Das macht natürlich Sinn, denn die Zuschauer sind auch die Fans, die später dann die Alben der DSDS-Gewinner oder die Merchandise Produkte der anderen Casting-Shows kaufen werden. Der Gewinner der 8. Staffel DSDS ist Pietro Lombardi und seinen Sieg hat er nicht nur DSDS-Erfinder Dieter Bohler zu verdanken, sondern vor allem den Fans die für ihn per Telefonanruf oder per SMS für ihn abgestimmt haben. In den DSDS-Mottoshows liegt das Schicksal des Superstars in spe in der Hand der Zuschauer. Dann bekommt jeder der verbliebenen DSDS-Kandidaten eine eigene Telefonnummer zugeteilt. Wenn man als Zuschauer diese Nummer wählt, dann trägt jeder Anruf automatisch dazu bei den eigenen DSDS-Favoriten eine Runde weiterzubringen. Die Macher von DSDS scheinen fix erkannt zu haben, dass SMS schreiben noch schneller ist und auch beliebter bei der Zielgruppe der DSDS-Zuschauer. Deswegen kann man alternativ auch per SMS abstimmen für seinen DSDS-Helden voten. Die SMS-Botschaft muss dann nur die entsprechende Endziffer der Rufnummer des eigenen DSDS-Lieblings enthalten. Pietro Lombardi’s Fans sind also ganz offenbar die flinksten SMS-Tipper unter allen DSDS-Zuschauern. Aber auch die Fans von DSDS-Finalistin Sarah Engels, die Nummer zwei der letzten DSDS-Staffel, sind offenbar wähl- und tippfreudig und haben ihr einen Platz auf dem Siegertreppchen der beliebten Casting-Show gesichert. Ob es in der nächsten DSDS-Staffel eine Änderung im Abstimmverfahren gibt? Man erinnere sich nur an den Skandal, als die Telefonnummern der Kandidaten in einer der Mottoshows vertauscht worden sind – und RTL beschlossen hat die Anrufe und SMS nicht zu werten. Verständlicherweise haben sich die Fans aufgeregt und RTL hat das Geld zurückgezahlt. Eine Wiederholung dieses Skandals kann sich aber weder Pop-Titan Dieter Bohlen, noch das Sendeformat DSDS, noch der TV-Sender RTL erlauben.

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